Allgäuer Konversionskongress 2017

Der diesjährige Allgäuer Konversionskongress in Füssen widmete sich der sogenannten „Innenentwicklung“. Rund 50 Teilnehmer, darunter Vertreter der Allgäuer Kommunen und der hiesigen Wirtschaft sowie mehrere Abgeordnete des Bayerischen Landtags, diskutierten intensiv über Ansätze und Maßnahmen im Bereich der Gewerbe- und Wohnraumentwicklung innerhalb von bereits bebauten Gebieten. Zudem informierte die Allgäu GmbH über ihre staatlich geförderten Projekte, welche sie zur Abmilderung der Folgen der Bundeswehrreform 2011 in der Region durchführt. 

Experten aus dem Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung gaben Impulse und Ideen für Kommunen und Unternehmen, wie auf den Verbrauch von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke „auf der grünen Wiese“ verzichtet werden kann. So stellte Dr. Sabine Müller-Herbers von der Baader Konzept GmbH den Landkreis Donau-Rhies als konkretes Praxisbeispiel  für Flächenmanagement und Innenentwicklung dar. Weitere Projektbeispiele und Erfahrungen zeigte Michael Weber vom Institut für Stadt- und Regionalentwicklung (IfSR) der Hochschule Nürtingen-Geislingen auf. Abschließend berichtete Dr. Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln über ein bundesweites Modellprojekt zum Handel mit Flächenzertifikaten.
In der anschließenden Diskussionsrunde, an der auch Markus Reichart, Bürgermeister des Markts Heimenkirch  teilnahm, betonten die Referenten, dass die Innenentwicklung maßgeblich entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensstandortes Allgäu ist. Insbesondere die Mitglieder des Landtages nahmen engagiert an der Debatte teil, da erst am vorigen Tag im Bayerischen Landtag  über eine Obergrenze für den Flächenverbrauch diskutiert wurde. 

Katrin Menig und Florian Schmid, die beiden Konversionsmanager der Allgäu GmbH,  betonen die Notwendigkeit des Flächenmanagements im Rahmen des Konversionsmanagements. Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, zeigte sich erfreut über das rege Interesse an der Veranstaltung. "Es ist notwendig, dass sich Kommunen und Unternehmen mit der Entwicklung ihrer Siedlungsfläche auseinandersetzen, um ein wettbewerbsfähiger Standort fürs Leben und Arbeiten zu bleiben“, so Fischer.



 

  • Vortrag Dr. Ralph Henger IW Köln

    Planspiel Flächenhandel: Flächenwende durch Zertifikatehandel

  • Vortrag Dr. Sabine Müller-Herbers

    Flächenmanagement und Innenentwicklung im interkommunalen Austausch – am Beispiel des Landkreises Donau-Ries

  • Vortrag Michael Weber IfSR

    Platz da! Genutzte Chancen: Innenentwicklung durch Beratung und Begleitung