Anerkennung: BAYBOX e.K. (Pfronten)

Über die Alpen mit Wasserstoff

Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft, weil er sehr flexibel einsetzbar und auch unter Einsatz regenerativer Energietechnologien herstellbar ist. Auf diese Weise soll künftig die erneuerbare Energie in großem Stil „sauber“ gespeichert werden. Dass das Prinzip auch in kleinem Rahmen funktioniert, hat Martin Ostenried aus Pfronten am Beispiel seiner selbstgebauten mobilen Ladestation inklusive Brennstoffzelle für E-Bikes demonstriert. Die Jury honoriert seine Auseinandersetzung mit der Wasserstofftechnik mit einer Anerkennung.

Wie zuverlässig das System Marke Eigenbau funktioniert, bewies der Besitzer eines E-Bike-Ladens eindrucksvoll bei einer Ein-Tages-Tour über die Alpen. Der „Saft“ zum Laden der Akkus kam aus der selbstkonstruierten „FC-Powerbox“ im Anhänger, mit einer Brennstoffzelle und einer 10 Liter-Wasserstoffflasche als Herzstück. 14 Stunden benötigte der Tüftler für die 323 Kilometer von Pfronten an den Gardasee. Osterried hat damit gezeigt, dass bei einem E-Bike mit einer Brennstoffzelle im Anhänger der Akku während der Fahrt geladen werden kann – ganz ohne Schadstoffaustoß. Einzige Emission: warme, feuchte Luft.

Aus der Wasserstoffflasche mit 4,5 Kubik reinem Wasserstoff können nach Angaben des Technikfreaks 6000 Wattstunden mit einer Spitzenleistung von 300 Watt bei 240 Volt Spannung erzielt werden. Osterried spricht von einem mobilen „Kraftwerk“, mit dessen Hilfe auch eine Berghütte 1000 Stunden lang mit Licht versorgt werden könnte.