Thomas Volmar

Thomas Volmar ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Sozialrecht.
Er ist Inhaber der Rechtsanwaltskanzlei Volmar – Haase – Dix in Kempten und Lehrbeauftragter an der Hochschule Kempten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt hat er zwei Fachbücher veröffentlicht.
Die Zeitschrift FOCUS empfahl ihn in mehreren Jahren im Bereich Arbeitsrecht.

Auf welche Fallstricke im Arbeitsrecht sollten junge Unternehmen achten?

Arbeitsrecht ist ein Arbeitnehmerschutzrecht. Bevor ein Mitarbeiter eingestellt wird, sollte ein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen werden, in dem alles geregelt ist, was vereinbart werden soll. Wenn man dazu ein Formular aus dem Internet verwenden möchte, sollte man dies genau durchlesen und gegebenenfalls an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Aber Achtung: nicht alles was Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, ist auch wirksam!

So wäre beispielsweise die Vereinbarung eines Urlaubes von weniger als 20 Tagen bei einer 5 Tagewoche, Einschränkungen bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle, oder Arbeitszeiten von regelmäßig mehr als 48 Std./Woche unzulässig. Auch ist die beliebte Regelung, wonach Mehrarbeit (Überstunden) mit der Vergütung vollständig abgegolten sind, im Streitfall nicht haltbar. Alle Unklarheiten im Arbeitsvertrag gehen regelmäßig zu Lasten des Arbeitgebers.

Gerade bei Startups entstehen neue, hybride Arbeitsmodelle zwischen Festanstellung, Freelancer-Aufträgen und Kollaboration innerhalb eines Ökosystems. Braucht es durch die digitale Transformation auch ein neues Arbeitsrecht?

Wenn man bedenkt, dass das BGB, das auch wesentliche arbeitsrechtliche Regelungen enthält, bereits im Jahr 1900 in Kraft getreten ist, dann kann man sich vorstellen, welch große Veränderungen in den Arbeitsverhältnissen seither geschehen sind. Der Gesetzgeber aber auch die Gerichte haben immer etwas später Gesetze und Rechtsprechung der veränderten Realität angepasst.

Bei den von Ihnen genannten Arbeitsmodellen ist es sicher erforderlich, dass der Gesetzgeber für die Auftraggeber/Arbeitgeber Rechtssicherheit schafft.

Wenn Sie heute eine Zusammenarbeit mit einem Freelancer oder einem anderen  selbständig Tätigen beginnen, können Sie nicht sicher sein, dass bei einer späteren Betriebsprüfung nicht von einem Arbeitsverhältnis ausgegangen wird. In einem solchen Fall hat der Arbeitgeber die Sozialversicherungsabgaben vollständig (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) nachzuentrichten, wobei die Sozialleistungsträger diese aus den tatsächlich bezahlten Beträgen, auf die Brutto Vergütung hochgerechnet, berechnen.

Allein schon dieses Risiko ist für die Arbeitgeber enorm.

In welchen Bereichen unterstützt die Kanzlei Volmar Haase Dix Unternehmen?

Wir beraten und vertreten Unternehmen schon bei der Unternehmensgründung, wenn geklärt werden muss, in welcher Rechtsform das Unternehmen geführt werden soll.

Natürlich beraten wir auch in allen arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Belangen.

Und wenn es zum Streit kommt, vertreten wir die Unternehmen auch gerichtlich.

Nach unseren Erfahrungen ist es für ein Unternehmen immer günstiger, sich vorab rechtlich beraten zu lassen, als abzuwarten, bis es zu einem Rechtsstreit kommt.

Kontakt 
Thomas Volmar, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Rechtsanwälte Volmar Haase Dix
www.rechtsanwalt-volmar.de