Dampfsäg Sontheim

Vom Sägewerk zum Kultur- und Veranstaltungszentrum

Sontheim - Im Unterallgäu lässt sich heute mit der Sontheimer „Dampfsäg“ ein Industriedenkmal erleben, das sich vom bedeutenden Sägewerk zum Kultur- und Veranstaltungszentrum mit überregionaler Strahlkraft gewandelt hat. 

Die Dampfschneidesäge wurde 1890 gegründet und war einer der wichtigsten holzverarbeitenden Betriebe im Günztal. Im Jahr 1891 wurde die Kistenmacherei erbaut. Sie produzierte Holzkisten für den Transport von Fisch und Käse. Aus der Gründerzeit stammt auch die Sägehalle, die 1917 erbaut wurde. Die 370 Quadratmeter große Sägehalle mit der freitragenden Holzkonstruktion mit Tonnengewölbe und Rundbalken sucht bis heute in Süddeutschland Ihresgleichen. 1988 schloss das Sägewerk jedoch seine Tore. Nach dem Erwerb durch Klaus und Ortrun Bilgram zwei Jahre später wurde die Halle unter Denkmalschutz gestellt. Nach aufwendiger Restauration eröffnete die Dampfsäg 1991erneut ihre Tore – als einzigartiges Kultur- und Veranstaltungszentrum, das die verschiedensten Veranstaltungen bietet und nun bereits seit mehr als zwanzig Jahren besteht. 

In dem Industriedenkmal können die Besucher heute Messen, Konzerte, Hochzeiten, Wochen- und Handwerkermärkte, Flohmärkte, Vorträge und Seminare erleben. Neben der Halle steht auch ein Seminarraum mit 68 Quadratmetern zur Verfügung. Auch das kreativ gestaltete Freigelände um das Gebäude beherbergt verschiedene kulturelle Formate. Mit großem Engagement wurde so ein wertvolles Industriedenkmal erhalten und gleichzeitig ein Kultur- und Veranstaltungszentrum geschaffen, das für die gesamte Region einen kulturellen Mehrwert bietet.