Direktvermarktung neu gedacht

Erntefrische, unverarbeitete Lebensmittel direkt vom Hof – das steckt hinter dem Konzept der Direktvermarktung. Neben Hofladen, Wochenmarkt, Vertrauenskasse und Co. gibt es aber auch immer neuere Wege, bäuerliche Produkte beziehen zu können.

So lassen sich Regionale Produkte ganz neu erleben, zeitgleich bieten neue Formen der Direktvermarktung auch neue Absatzwege für Landwirte.

Ganz nach dem Motto „Direktvermarktung 2.0 – Frische Ideen vom Allgäuer Hof“ stellen wir euch sechs inspirierende Allgäuer Direktvermarkter vor, die ihre Produkte originell, unkonventionell und mit viel Kreativität und Herzblut vermarkten. Ob bei Bayerns ersten „Forellomat“ bis hin zum Allgäuer „Bergei“ frisch vom Hühnermobil – Regionale Erzeugnisse lassen sich hier flexibel, transparent und ganz nach dem Prinzip „Do it yourself“ erleben.

  • Früchte 6, © Resi Agentur/Florian Raab
  • Ein Schwein im Dreck – genau da gehört es hin, findet Bio-Landwirt Peter Sigl, der seine Sauen im Freiland hält., © Resi Agentur/Florian Raab

    Das Leasingmodell vom Allgäuer Weideschwein

    Bei Leasing denkt man nicht sofort an Regionale Lebensmittel. Dass das aber funktioniert, zeigt ein besonderes Konzept im Ostallgäu. Hier lassen sich beim „Allgäuer Weideschwein“ Turopolje-Schweine in Freilandhaltung finden. Wer das Fleisch beziehen will, der schließt einen Leasing-Vertrag für ein Tier.

  • Vater und Sohn vor dem „Forell-O-Mat“: Die Fischzüchter Walter (li.) und Daniel Simon bieten ihre Produkte seit zwei Jahren erfolgreich per Automat an., © Resi Agentur/Florian Raab

    Der Forell-O-Mat der Forellenzucht Simon

    Im Unterallgäu gibt es den „Forell-O-Mat“, der erste seiner Art in Bayern. Er ist 24 Stunden eingeschaltet, sieben Tage die Woche. Hier erhält man frische und geräucherte Filets von Forelle, Lachsforelle und Saibling.

  • Täglich kann Alessandro Zerbo etwa 450 Bergeier aus den Auffanggittern und den Legenestern sammeln., © Resi Agentur/Florian Raab

    s'Bergei und sein Hühnermobil

    Jede Woche eine frische Wiese, das bekommen die Hühner vom Betrieb „S`Bergei“ im Oberallgäu. Möglich macht das das sogenannte „Hühnermobil“. Direkt ab Hof, am 24h-Automat und im Dorfladen kann man die Eier dann beziehen.

  • Milchbauer Michael Müller und Sohn Luca prosten sich an der Milchhütte vor ihrem Betrieb zu – natürlich mit ihrer neuen A2-Urmilch., © Resi Agentur/Florian Raab

    Der Milchautomat vom Allgäu-Hof Müller

    Echte Kuhmilch ist anders. Sie rahmt, sie schäumt, aber vor allem schmeckt sie vollmundig und vielfältig. Am Milchautomaten kann man sie frisch beziehen – z.B. beim Allgäu-Hof im württembergischen Allgäu.

  • Naturtrüb und herrlich fruchtig – so kommt der Saft aus der Amtzeller Obstpresse heraus. Die Farbe variiert natürlich je Sorte(n)., © Resi Agentur/Florian Raab

    Mobile Saftmoschte

    Im Westallgäu haben drei Tüftler eine komplette Saftmoste auf Rädern selbst gebaut. Jeden Herbst touren sie damit acht Wochen durch Stadt und Land und pressen just-in-time das Obst der Kunden.