Energiebilanz Allgäu

Einsparpotenziale und Nutzung erneuerbarer Energien analysiert

Wo wir unsere Energie benötigen - und wo wir handeln können hat eza! im Auftrag der Allgäu GmbH 2018 zum zweiten Mal analysiert. Nun haben wir auch einen Vergleich der Entwicklung zwischen 2011 und 2016.

Im Allgäu lag der Anteil erneuerbarer Energien im Bereich Strom bei rund 52% (2017) und im Bereich Wärme bei gut 20% (2016). Zum Vergleich lagen deren Anteile auf Bundesebene am gesamten Stromverbrauch bei 36% (2017) und an der gesamten Wärmebereitstellung bei 13% (2016, Quelle: BMWi).

Dabei benötigt der Allgäuer im bayerischen und bundesdeutschen Durchschnitt mehr Endenergie. Eine Energiebilanz ist unterteilt in Energieverbrauch, Energieerzeugung Wärme und Energieerzeugung Strom.

Endenergieverbrauch nach Energieträgern

Wichtig ist dabei auch die Verteilung auf die verschiedenen Energieträger. Unter Endenergie versteht man dabei jenen Teil der Energie, der nach Energiewandlungs- und Übertragungsverlusten übrig bleibt und in fertiger Form beim Kunden als Strom, Erdgas, Heizöl, Pellets ankommt bzw. als Benzin oder Dieselkraftstoff an Zapfsäulen getankt wird.

Bis 2014 war der Endenergieverbrauch leicht rückläufig, seitdem ist er um 4% gestiegen. Dies ist vor allem auf einen zunehmenden Erdgas- (+64%) und Strombedarf (+7%) im Industriebereich zurückzuführen. Über drei Viertel des gesamten Strombedarfs werden durch gewerbliche Verbraucher bezogen. 21% des verbrauchten Stroms werden durch PV-Anlagen in der Region erzeugt (18% im deutschen Durchschnitt, Quelle: UBA). Der Wärmebedarf wird zu etwa 80% mit emissionsintensiven fossilen Energieträgern gedeckt. Erdgas hat mit 47% dabei den größten Anteil.

Die Treibhausgas-Emissionen lagen 2016 bei 9,7 t CO2-Äquivalenten pro Einwohner und somit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 11,0 t CO2-Äquivalenten pro Einwohner. Seit 2011 haben sich die Treibhausgas- Emissionen um ca. 0,6% pro Jahr reduziert (Ziel Deutschland: minus 1,4% pro Jahr von 1990 bis 2030). Gut die Hälfte (51%) der gesamten Treibhausgas-Emissionen sind wirtschaftlichen Aktivitäten (Industrie und GHD) zuzuordnen.

  • Energie- und CO 2- Bilanz der Region Allgäu 2016