Giersch vs. Sojabohnen

Von Gärtnern als Unkraut gefürchtet – von Kräuterkennern geliebt: Der Giersch. Er gehört zu den heimischen Doldenblütlern, wie auch der Wiesenkümmel. Hier gilt: Ein richtiges Erkennen ist wichtig, da es zum Teil giftige und ähnlich aussehende Kollegen gibt. Z. B. den Holunder, Bärenklau oder die Hundspetersilie. Merkmale sind seine gezackten Blätter und sein dreieckiger Stängel. Doch was mach ihn zum Superfood? So einiges! Giersch wirkt z.B. entwässernd und wurde in der Heilkunde oft gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Besonders hoch ist auch sein Eiweiß-Gehalt – und daher für unsere Muskeln besonders interessant (Tschüss Soja!). Das Wildgemüse wächst von April bis Oktober sehr vital.

 

Kurzrezept: Giersch-Dip

  • 100 g Gierschblätter
  • 75 g  Sonnenblumenkerne
  • 25 g ganze Leinsamen
  • 1 Knoblauchzehe
  • Kräutersalz, Pfeffer,
  • 50 ml  Rapsöl
  • 2-3 Früchte der Hagebutte, Saft
  • Etwas Kreuzkümmel

Gierschblätter sammeln und auslesen, Sonnenblumenkerne und Leinsamen mixen bzw. mahlen, Giersch, Hagebutten, Knoblauch, Kräutersalz, Pfeffer, Chili und Öl im Mixer mixen. Sonnenblumenkerne und Leinsamen zum Binden dazugeben und zur Paste mixen. Bei Bedarf etwas Öl zugeben. In saubere Gläschen geben und im Kühlschrank max. 4 Wochen aufbewahren.

Lifehack: Geruchsprobe - der Giersch riecht beim zerreiben nach Möhre und Petersilie, woher er auch seinen Spitznamen hat: Waldpetersilie.   

Tipp: Löwenzahn, Brennnessel und Gänseblümchen - Du würdest gerne mehr kennen? Dann besuch doch einen der zahlreichen Kräuterwanderungen oder –gärten im Allgäu! Z.B. im Westallgäu und Allgäuer Kräuterland e.V.