Integriertes Wohnen (IWO) an der Iller

Gemeinsam Wohnen

Idee: Füreinander und Miteinander an der Iller

Fläche: 2.840 m²

Kontakt: Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH, Allgäuer Straße 1

87435 Kempten

 

„Füreinander-Miteinander“ – das ist das Motto des Wohnungsprojekts „Integriertes Wohnen“ (IWO) in der Kemptener Brennergasse, unmittelbar in der Nähe zur Burghalde und nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt.

Seit 1994 – seit nun mehr als 25 Jahren – ist das IWO der Sozialbau eine hervorragende  Alternative zum Pflegeheim oder betreutem Wohnen. Der demographische Wandel, gepaart mit dem Fachkräftemangel in der Pflege, stellt unsere Gesellschaft seit vielen Jahren vor neue Herausforderungen. Somit mussten auch im Bereich Wohnen neue, passgenaue Angebote gefunden werden. Bereits in den 1990iger Jahren wurde das IWO-Projekt als Modellvorhaben im Forschungsfeld "Ältere Menschen und ihr Wohnquartier" im Bundesforschungsprogramm "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" gefördert.

Das IWO ist geprägt von sozialer und altersbezogener Vielfalt. 150 Menschen in den unterschiedlichsten Phasen ihres Lebens, aus verschiedensten Kulturen und Ländern wohnen unter einem Dach zusammen – Menschen mit und ohne Behinderung, Alleinerziehende, Familien, Senioren oder Studenten.

Es gibt vier Studenten-WGs und sechs behindertengerechte Wohnungen, 65 Wohnungen sind weitgehend barrierefrei gestaltet. Dazu gibt es eine Tagespflegestation mit 16 Plätzen, die Senioren ein Wohnen wie „Zuhause“ ermöglicht, eine WG für Menschen mit Behinderung und eine „Lehrwohnung“ der Lebenshilfe. Auch einen Ort der Begegnung hat das IWO zu bieten – ein Gemeinschaftsraum im Bewohner-Café „Etwas“ fördert die Idee der Nachbarschaft. Das Café kann auch außerhalb der Öffnungszeiten als Gemeinschaftsraum genutzt werden. Eine Tiefgarage schafft die Voraussetzungen für ein verkehrsberuhigtes Wohnumfeld.

Das integrierte Wohnen setzt dabei auf die Mitwirkung und gegenseitige Unterstützung der Bewohner. Im Haus herrscht daher ein starker Zusammenhalt der Bewohner in solidarischer Nachbarschaft. Alle 2 Jahre wird eine Bewohnervertretung gewählt, die sich um aktuelle Anliegen der Gemeinschaft und gemeinsame Aktivitäten kümmert, wie z.B. Ausflüge, gemeinsame Essen oder das jährliche Sommerfest.

Das Konzept wird durchgehend positiv angenommen. Senioren und Behinderte können in einem positiven Umfeld leben und junge Menschen von den Erfahrungen der Älteren profitieren – ein absolutes Plus für alle Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag.