9 Tipps, wie du dir und dem Allgäu Gutes tun kannst

Wie gut, dass du im Allgäu lebst – hier gibt es unzählige Angebote direkt vor deiner Haustür, mit denen du ganz einfach dir und deiner Umwelt was Gutes tun kannst. Die gute Tat steckt dabei zum Beispiel im Einkauf, im sozialen Engagement, im Upcycling oder in Sharing-Konzepten. Achtsamkeit und Resonanz sind dabei die Zauberworte. Wir haben dir ein paar Tipps zusammengefasst:

  • Regionale Automaten & Hofläden: Direkt vom Produzenten. Frischer geht`s nicht! 
  • Unverpackt Läden – der neue Trend: Plastik einsparen leicht gemacht.
  • SOLAWI`s – Mitmach Gärten: Gemeinschaftliche Selbstversorgung macht stolz. 
  • Foodsharing: Setz ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung.
  • Allgäu goes FairFashion: Kleidung die sich rundum gut anfühlt. 
  • Upcycling: Neues Leben für geliebte Dinge!
  • Plogging: Wie sich Freizeit und ökologisches Engagement perfekt ergänzen.
  • Soziales Engagement: Finde eine regionale Initiative, die dich zum Helden macht.
  • Junge Foodies unterstützen: Vegetarische und vegane StartUps aus deiner Region.

Regionale Automaten & Hofläden: Frischer geht`s nicht.

Sicher ist dir klar: Die besten, erntefrischen Lebensmittel gibt`s auf dem Land direkt beim Erzeuger, am Milchautomat auf der Hofzufahrt oder am Zaun vom Hühnermobil. Kennst du schon das Gefühl der Glückseligkeit, wenn dir die Bauernkatze um die Füße streift oder du dich beim Eier holen in ein emsig pickendes Huhn verliebst. Willkommen im Allgäu: Denn hier wird nicht nur mit viel Herzblut und Engagement die Idee der Direktvermarktung umgesetzt. Die hiesigen Bauern sind dazu höchst innovativ und originell. Von der Schaukäserei über Milchtankstellen bis zum Wurstautomat ist Abwechslung geboten. Fast schon skurril wird es am Forell-O-Mat: Genau! Hier gibt es Forellen auf Knopfdruck. Die Forellenzucht Simon im Unterallgäu macht`s möglich: Frischfisch filetiert oder geräuchert: Forelle, Lachsforelle und Saibling „to go“. Wann entdeckst du die Automatenvielfalt deiner Heimat?
Neben dem Besuch auf dem Wochenmarkt oder dem geliebten Hofladen sind mobile Systeme, Automaten, " Tankstellen" und Vertrauenskassen die nachhaltigste  Möglichkeiten sich zeitlich unabhängig, mit frischen regionalen Produkten zu versorgen. Unkompliziert, persönlich und nah: Das ist Allgäuer Direktvermarktung direkt vor deiner Haustür! 

Unverpackt Läden - der neue Trend: Plastik einsparen leicht gemacht.

Sicher verzichtest du schon an der Supermarktkasse auf die Plastiktüte. Aber wie bewusst ist dir, dass das nur ein Teil der Lösung ist? Letztlich bringen doch die einzeln verpackten Lebensmittel den Plastikmüll zum Überlaufen. Keine Lust mehr auf den wöchentlichen Besuch beim Wertstoffhof? Dann: „Auf in den unverpackt Laden!“, denn hier gibt es alle Lebensmittel lose. Das Behältnis bringst du einfach mit und schon grinst das Nachhaligkeitsgewissen breiter denn je. Da können wir Allgäuer doch locker mit den Großstadt-Aktivisten mithalten! Ob in Leutkirch, Lindau, Immenstadt, Wangen, Memmingen,  Durach, Kempten, Bad Grönenbach Türkheim oder Kaufbeuren - sicher findest du auch bei dir einen Laden ums Eck. Oder besucht doch auch mal die mobile Variante aus Waal.

SOLAWI`s – Mitmach Gärten: Gemeinsam säen und ernten!

Was gibt es schöneres als dem eigenen Obst und Gemüse beim Wachsen zuzusehen? 
Mit dem Konzept von der SOLAWI - solidarischen Landwirtschaft geht das ganz einfach. Sogar ohne eigenen Garten, tägliches gießen und hart angeeignetem gärtnerischem Know-How. Wie das funktioniert? Ein Zusammenschluss privater Haushalte trägt und bewirtschaftet gemeinschaftlich eine landwirtschaftliche Fläche. 
Im Unterallgäu gibt es die z.B. Möglichkeit in Bad Grönenbach oder bei G-Öko-Land . Im schwäbischen Allgäu wird man in WangenArgenbühlLeutkirch und Bad Waldsee fündig. Aber auch im Oberallgäu in Durach und Lauben, sowie im Ostallgäu in Buchloe gibt es SOLAWI's.

Zum Mitmachen musst du einfach einen Ernteanteil bestellen. Das heißt konkret: Du bezahlst einen Beitrag und darfst einen Tag im Monat mitarbeiten. Die Gegenleistung unbezahlbar: regelmäßig frisch geerntete, regionale Lebensmittel denen man mit Entspannungs-Garantie beim Wachsen zusehen darf.

Foodsharing: Setz ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung.

Wusstest du, dass weltweit ein Drittel der Lebensmittel auf dem Müll landen? Die Foodsharing-Bewegung setzt dem etwas entgegen und „rettet“ Lebensmittel von Privatpersonen, Händlern und Produzenten. In Kempten engagieren sich bereits seit 2015 viele Ehrenamtliche im Verein Fair-Teiler gegen Lebensmittelverschwendung. So erfolgreich, dass bereits weitere Läden in Kempten und Sonthofen eröffnet haben.
Hier kannst du am späten Nachmittag mit Stoffbeutel und Frischhalteboxen Obst, Gemüse, Backwaren und andere Leckereien völlig kostenfrei mitnehmen. Spenden zur Finanzierung der Raummieten sind willkommen aber keine Pflicht. Jeder gibt, was er kann. In Blaichach und Immenstadt gibt es sogar öffentliche Fair-Teiler, bei denen man rund um die Uhr Lebensmittel hinbringen oder retten kann. Auch in Marktoberdorf oder in Lindenberg kannst du Lebensmittel retten. Alle Augenbrauen-Rümpfer aufgepasst: das Angebot ist nicht nur für Bedürftige gedacht. Es geht vielmehr um ein Zeichen gegen die maßlose Verschwendung! Hier findest du außerdem eine Übersichts-Karte mit Fair-Teilern in der Region.

Allgäu goes FairFashion: Kleidung die sich gut anfühlt.

Du lebst im Allgäu, weil du Natur und Natürlichkeit liebst? So geht es auch der rasant wachsenden StartUp Szene am Alpenrand, welche die Etablierung von FairFashion Labels voran treibt. Kennst du schon die Labels: Dezent, The Spirit of Om oder hejhej-mats die closed-loop Yogamatten anbieten? Hier stehen nicht nur die ökologische Herstellung und Verarbeitung auf der Must-Have-Liste sondern auch faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion. Unter dem Motto „Allgäu goes FairFashion“ informiert der Pop Up Store FairKleiden über genau diese Themen und präsentiert faire, stylische Mode von nachhaltigen Labels. Jedes Kleidungsstück trägt höchste Nachhaltigkeitswerte in sich und somit auch du!

Upcycling & Repair Café: Mit Spezialisten geliebte Dinge neu beleben.

Dein Schrank ist voll mit Dingen, die du ewig nicht benutzt hast, die aber zu schade für den Müll sind? Das Zauberwort zur Trendwende: UPCYCLING. Ob aus alten Jeans, Fahrradschläuchen oder Tischdecken: Bei Miramirar oder Jasnas Kreativwerkstatt wird im Allgäu aus jedem noch so alten Fetzen ein cooles, praktisches Accessoire. Eine Schippe obendrauf legt Starrgang mit jeder Menge Tipps, wie du deinen alten Drahtesel reparieren oder sogar zu einem hochwertigen Unikat machen kannst. Wie? So ein Projekt im Alleingang ist dir ne Nummer zu groß? Dann halten das Kempodium und die anderen Repair Cafés in Kempten, Kaufbeuren, Lindau, Oberreute und Sonthofen ihre Pforten für dich offen. Mit jeder Menge fachmännischem Rat und garantiert freundlichen Leuten für einen amüsanten Zeitvertreib. Ist es nicht genial, wenn Nachhaltigkeit verbindet?

Plogging: Wie sich Freizeitkonsum und ökologisches Engagement perfekt ergänzen.

PLOGGING ist eine Wortschöpfung aus dem schwedischen Wort plocka = aufheben und jogging. Es verbindet Sport mit Nachhaltigkeit. Ein Trend der Deutschland erobert und auch vor dem Allgäu nicht Halt macht. Kennst du schon die Allgäu Plogging Website oder die CleanUp Days? Hier kannst du dir direkt das nächste Event aussuchen. Oder willst du gleich loslegen? Dann pack dir bei deiner nächsten Joggingrunde oder Wandertour einfach einen Müllbeutel ein und verlasse die Natur sauberer als du sie vorgefunden hast. Eine der simpelsten Möglichkeiten aktiv zu werden. Feel-Good-Garantie inklusive!

Soziales Engagement: Finde eine regionale Initiative, die dich zum Helden macht.

Ökologisches Handeln: GE-CHECKT! Doch wie schaut das Thema Nachhaltigkeit durch die soziale Brille aus? Hier steht die Verteilungsgerechtigkeit im Fokus: gemeint ist die Sicherung der Grundbedürfnisse und Armutsbekämpfung in allen Facetten. Ok! Ok! Mit einer Spende an Weihnachten sind die Meisten bereits im hellgrünen Bereich. Doch wie wäre es mit ein wenig zusätzlichem Engagement bei einem Verein oder einer Initiative im Allgäu? Ganz unkompliziert und spontan wird es bei offenen Angeboten, wie denen von Schaffenslust: Hier findest du Hilfsprojekte für Mitmenschen und Tiere im Raum Memmingen und Unterallgäu. Auch die Lebenshilfe im Ostallgäu hat Bedarfsprojekte für Zeit-Schenker, bei denen du einfach Lebensfreude an bedürftige Mitmenschen geben kannst und ganz viel Dankbarkeit zurückbekommst. Freiwilligenagenturen befinden sich auch im Oberallgäu und Ostallgäu. Lieber in tierischer Begleitung? Dann auf zum Tierheim in Lindau, Immenstadt-Oberstaufen oder Kempten Nord, Kempten West. Und wenn deine Zeit für ein Ehrenamt gerade zu knapp ist: sammelst du einfach deine Heldenpunkte mit einer Geld- oder Sachspende für ein Projekt vor Ort. 

Junge Foodies: Vegetarische und vegane StartUps aus deiner Region.

Vegetarische und Vegane Ernährung und Food-Alternativen sind auch bei uns im Käse- und Milchland angekommen. Fun Fact am Rande: Wusstest du, dass der Marktführer für Käsealternativen (Simply-V) aus dem Allgäu kommt? Das muss sich aber nicht wiedersprechen, sondern bietet einen neuen Nährboden für Landwirte, Genuss-Handwerker und Food Start-ups. Und es geht auch nicht um reinen Fleischersatz, sondern um einen achtsamen, nachhaltigen, regionalen und saisonalen Einkauf (von morgen).

Die Tempehmanufaktur z.B. verarbeitet möglichst regional angebaute Hülsenfrüchte zu feinsten Bio-Tempeh in Handarbeit. Das Start-up Beetgold hat sich ganz dem Thema circular economy verschrieben und produziert aus Trester Vollgemüse-Produkte wie z.B. Tortillas. Das Unternehmen NaschNatur fertigt im Unterallgäu die Nice-Tarts, tiefgekühlte vegane Mini-Eis-Törtchen, ganz ohne Zucker. Taste and See arbeitet mit regionalen Landwirten zusammen und produziert vegane Hafer-Produkte.

9 Themen, unzählige Möglichkeiten. 
Nachhaltig Leben? Etablierte Initiativen und immer neue StartUps zeigen, dass das im Allgäu viel mehr ist als nur ein Trend. Sei dabei – werde aktiv und lass uns gemeinsam etwas bewegen.