Produktkonstrukteur für Bedienelemente

elobau - zwischen Joysticks, Schaltern & viel nachhaltigem Engagement

Job 5: Produktkonstrukteur für Bedienelemente bei elobau, Leutkirch

Mein nächster Job ist ein Zungenbrecher und Kopfzerbrecher. Einerseits, weil das höllisch schwer auszusprechen ist und andererseits, weil das gefährlich nach Technik klingt. Was macht denn bitte ein Produktkonstrukteur? Was sind Bedienelemente? Und was ist dann die Kombination aus beidem? Uff. So komplex das klingt, ist es auch, erfahre ich. Ein Produktkonstrukteur entwickelt Ideen, Berechnungen und Fertigungsverfahren, um ein neues Produkt (z.B. eine Maschine oder eine Armlehne) zu bauen. Das Bedienelement ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, also das, was der Mensch betätigt, um die Maschine zum Laufen zu bringen und zu steuern (z.B. Joysticks, Schalter, aber auch Tastaturen oder Computermäuse). Und der Produktkonstrukteur, dessen Job ich bei elobau in Leutkirch teste, verbindet beides. elobau entwickelt und fertigt Sensorik und Bedienelemente für die Industrie und die Nutzfahrzeugbranche und mischt damit den Markt mit innovativen, maßgeschneiderten Produkten, die direkt vor Ort im Allgäu hergestellt werden, auf.

Technisches Unwissen, die Zweite.

Aber zurück zum Produktkonstrukteur für Bedienelemente. Bei elobau entwickelt der Produkte wie Joysticks, Multifunktionsgriffe oder Lenkräder, die dann z.B. in einer Erntemaschine zum Einsatz kommen oder vorne im Cockpit dann die Steuerung vieler Funktionen übernehmen. Aha, das klingt zumindest schon mal greifbarer. Aber weiterhin nach Technik und in mir breitet sich erneut die Angst aus, mich gänzlich mit meinem technischen Unwissen zu blamieren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: ich kann danach vielleicht endlich mit meinem Freund mitreden - der macht nämlich gerade ein Praktikum in einem ähnlichen Bereich und hat den Versuch, mir zu erklären was er macht, aufgegeben. Dem werde ich’s zeigen!

Produktkonstrukteur für Bedienelemente bei elobau


Einen Crashkurs zur technischen Zeichnerin, bitte!

Der Job beginnt mit der Einführung in das CAD-Programm (das ist ein Programm mit dem Architekten oder Ingenieure Entwürfe von Produkten am Computer erstellen, so ein bisschen wie Photoshop für Photographen) und ich bekomme ein ganz besonderes Projekt zugeordnet: einen Handgasknauf für eine Armlehne, die dann später in Traktoren und Erntemaschinen zum Einsatz kommen wird, zeichnen, drucken und montieren. Ich kämpfe mich also durch seitenlange, wunderbar aufbereitete Schulungshefte, die das Programm jedem Neuling in liebevoller Detailarbeit näherbringen soll und übe mich am Zeichnen eines Zylinders. Nach so viel CAD-Programm und Input raucht mir der Kopf. Aber dagegen hat elobau was, ich werde nämlich zum Betriebssport mitgenommen. Das machen die jede Woche, dabei werden die Mitarbeiter von einer Trainerin mit Übungen für Rücken und Schultern gequält. Qual nenne ich das, weil mir danach ganz schön die Arme wehtun, aber der Kopf ist plötzlich frei. Den Knauf zeichne ich trotzdem nicht, das übernimmt Robert, der Produktkonstrukteur der mich unter seine Fittiche genommen hat, dann lieber selbst. Mit der fertigen Zeichnung geht es zum 3D-Drucker und nach zwei Stunden halten wir den fertigen Handgasknauf in den Händen. Es ist hochspannend zu sehen, wie bei elobau aus einer Idee eine Zeichnung und zu guter Letzt, tatsächlich ein Produkt zum Anfassen wird. Und ganz schön cool, dass hier Sport genauso an die Tagesordnung gehört. Und wer sich immer noch fragt, was ein Handgasknauf ist, hat wohl meine Instagram Story verpasst, kann die Wissenslücke aber durch das Video unten schließen.

Fertig ist der Handgasknauf!


elobau: Nachhaltigkeit durch soziales, ökologisches Engagement und klimaneutrale Produktion.

Aber, was macht elobau eigentlich noch so besonders außer Betriebssport?

Einiges. Die große Vision des Unternehmens ist es, eines Tages energieautark zu sein und ist ganz schön nah dran. elobau produziert seit 2010 klimaneutral und generiert mit dem eigenen Solarpark mehr Strom als sie verbrauchen, verwenden nur regenerative Energie und bieten den Mitarbeitern zum Beispiel die Möglichkeit, Fahrräder zu leasen. Diese Chance habe ich natürlich gleich genutzt und in der Pause einige Runden um den Solarpark gedreht.  

Hier, will ich bleiben. Einfach, weil ich in meinem
Leben schon ein paar Unternehmen gesehen habe,
aber nirgendwo so viel Einsatz für Natur, Mensch
und Gesellschaft erlebt habe, wie hier.

Nachhaltigkeit wird hier aber nicht nur großgeschrieben, sondern vor allem ganzheitlich betrachtet, also, sowohl in Bezug auf die Natur, als auch gegenüber Mensch und Gesellschaft. Hier wird eine „Füreinander - Miteinander“- Kultur gelebt, die mich gar nicht mehr loslässt. So viele nette Kollegen, die mich in die wirren Welten der Technik einführen, sympathische Mittagspausen-Partner, unglaublich lustige Persönlichkeiten, die neben Bio-Äpfeln und Kaffee, für gute Stimmung im Büro sorgen und nicht zuletzt endlos geduldige Mentoren wie Robert, der mich in die besondere Welt von elobau entführt. Hier sind Kollegen Freunde und hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

PS: Falls das zwischen den Zeilen nicht zu lesen war, Produktkonstrukteur werde ich in diesem Leben nicht. Man merke sich, Bella und Technik = Passt nicht.

JOBCHECKLISTE

Für wen ist dieser Job geeignet:
für alle, die Lust auf Entwicklung von technisch, ergonomisch &
ästhetisch anspruchsvollen Bediensystemen haben
Was muss man mitbringen:
Fachwissen (z.B. Maschinenbau-Studium oder vergleichbare Qualifikation,
wie technischer Zeichner) & bestenfalls mehrjährige Berufserfahrung
Vor was darf man keine Angst haben:
vor CAD-Programmen und Dehnübungen im Büro
Absolutes Highlight des Jobs:
Sport im Büro und der 3D-Drucker
Tagesaufgaben in Stichworten:
Handgasknauf zeichnen, drucken und montieren

ÜBER DAS UNTERNEHMEN
elobau GmbH & Co. KG
Zeppelinstr. 44, 
D-88299 Leutkirch

ZU DEN STELLENANGEBOTEN
http://www.elobau.com/de-de/stellenangebote

Bilder
Autor
Annabelle Klage

Annabelle

Jobchallenge Allgäu

Immer auf Achse. Immer in Bewegung. Offen. Fröhlich. Viel redend. Und immer lachend. Das bin ich: Bella. Seit Oktober: Jobhopperin im Allgäu. Ich darf jetzt offiziell einfach alles auf einmal machen. Reden (viel), im Allgäu wohnen (juhuu) und 30 Jobs in 180 Tagen ausprobieren. 

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