Hagebutte vs. Zitrone

„Ein Männlein steht im Walde…“ - Schon gewusst? Die Lösung des bekannten Kinderrätsels ist die Hagebutte. Statt im Wald findet man sie aber eher am Waldesrand. Hagebutten wachsen im Allgäu an jeder Wildwiesenhecke. Bezüglich Vitamin C-Gehalt schlägt sie – wie auch der Sanddorn - aber jede Zitrone, was ihr auch den Beinamen „Zitrone des Nordens“ eingebracht hat. In so mancher Kindheit wurde die Frucht der Rosengewächse im Rohzustand auch gern als „Juckpulver“ verwendet. Erntezeit ist der Spätherbst – erst dann sind sie so richtig weich und voller Vitamin C und trägt so zur Funktion unseres Immunsystems bei. Im rohen Zustand ist sie am gesündesten - allerdings sollte man vorher die juckenden Kerne entfernen.

Kurzrezept: Hagebuttenmus

Für ca. 4 große Marmeladengläser

  • 1 kg  reife Hagebutten
  • ¼ l  Apfelsaft
  • 700 g Gelierzucker 1:1

Die Stiele und Blütenenden mit einem kleinen Messer entfernen. Hagebutten in ½ Liter kochendes Wasser geben und 15 Minuten dünsten lassen. Die Hitze bewirkt dabei, dass die Frucht ihre juckende Wirkung verliert. Anschließend mit einem Stampfer sorgfältig zerkleinern und durch ein großes Sieb reiben. 700 g des frischen Muses abmessen, Gelierzucker und Apfelsaft hinzufügen. Alle Zutaten in einem Topf vier Minuten unter Rühren aufkochen. Danach heißes Mus in saubere Gläser abfüllen, zuschrauben und abkühlen lassen.

Tipp: Für alle, die zwei linke Hände in der Küche haben: Im Allgäu gibt es einige Manufakturen, die auch Hagebuttenaufstriche herstellen. Z.B. unser Markenpartner, die Weichsberger Manufaktur aus dem Unterallgäu.