Kurios und Regional

Regionalität mal etwas anders gedacht. Wir stellen regionale Produkte vor, die an Kreativität und Erfindergeist kaum zu überbieten sind – und dabei zeigen, wie vielfältig die Wirtschaftsregion Allgäu ist.

Das Rettenberger Vollmondbier 

Einmal im Monat, wenn Vollmond ist, herrscht besonderes Hopfenglück in Rettenberg. Im Allgäuer Brauereidorf am Fuße des Grüntens braut Deutschlands älteste Familienbrauerei Zötler (Markenpartner) nämlich etwas ganz besonderes zusammen. Das Vollmondbier. Geprägt ist das Vollbier vor allem durch sein mildes Malzaroma. Das zelebrieren Allgäuer Biergenießer monatlich beim „Vollmond-Fest“ im Besucherzentrum der Brauerei – indoor-Sternenhimmel inklusive!

Das Bergkäse-Eis aus Ofterschwang 

Wie schmeckt das Allgäu? Eine Antwort auf diese Frage erhält man auf ganz besondere Weise in Ofterschwang. Dort betreibt die Gemeinde selbst den „Eisladen“ im Dorf. Frische Milch der Bergbauern-Sennerei Hüttenberg ist hier die Grundlage für unterschiedlichste Eisvariationen – von klassisch bis kurios. Denn neben Klassikern wie Vanille oder Schokolade findet man bei der Eisauswahl einige überraschenden Leckereien. Man trifft auf Buttermilch-Hagebutte, Apfel-Heu und sogar auf Bergkäse-Geschmack. Ganz gemäß der lokalen Initiative „Gutes vom Dorf“ verbindet der Eisladen auf ganz besondere Weise Regionalität mit Kulinarik.

Die Immenstädter Eichelschweine 

Das Allgäu ist eigentlich für sein Braunvieh bekannt. Im Immenstädter Eichenwald haben jedoch nun ganz besondere Tiere Einzug gehalten: Eichelschweine. Dabei ist die Idee nicht ganz neu, denn vor 200 Jahren schon ließen die Grafen von Königsegg-Rothenfels einen Eichenwald oberhalb von Immenstadt anlegen – und dort Schweine weiden. Die Tiere dürfen nun auch heute wieder nach Lust und Laune über ein Jahr lang hinweg sich die Eicheln schmecken lassen. Ihr Fleisch ist bei Feinschmeckern sehr begehrt, auch aufgrund der besonderen Haltung der Tiere ist das Fleisch ganz „Slow Food“.

Der Allgäuer Löwenzahnblütenwein 

Das Allgäu ist nicht unbedingt für Weinherstellung bekannt. Eine ganz besondere Kellerei will das ändern: Die Allgäuer Gebirgskellerei ist eine kleine, feine Spezialkellerei in Wertach. Grundlage für echte Allgäuer Weine sind Blüten, Beeren oder Spezialgärungen – wie beispielsweise Zirbenzapfenwein. Die Bandbreite ist groß: Flieder, Rosen, Himbeeren oder Holunder kann man hier in Weinform erleben. Besonders gut ins Allgäuer Bild passt allerdings eine gewisse Blüte schlechthin: Der Löwenzahn. Zum Löwenzahnblütenwein schmeckt, so der Tipp der Kellerei, besonders der Allgäuer Bergkäse – ein Allgäuer Traumgespann der Kulinarik sozusagen.

Kulinarische Erlebnisse im Eistobel

Er ist einer der markantesten Orte im Allgäu, der Eistobel bei Isny-Maierhöfen. Umrahmt von 13 Meter hohen Felswänden bahnt sich das Wasser der Oberen Argen seinen Weg in Richtung Tal und bildet so einen „Tobel“ – eine v-förmige Schlucht. Seinen Namen hat der Eistobel von den Eisformationen, die sich bei Kälte und Frost in der Schlucht bilden. Will man Regionalität und Erlebnis zusammenbringen, so sind die kulinarischen Führungen durch den Tobel ein einmaliges Angebot. Allgäuer Käse oder Wein vom Bodensee – inmitten dieser wilden Natur genießt man regionale Produkte und erfährt auch allerlei über Entstehung und Geschichte dieser einmaligen Kulisse. Eine einmalige Kombination! 


Allgäuer Mortadella

Auch in Sachen Wurst und Schinken gibt es eine Besonderheit zu entdecken: Die Allgäu-Mortadella. Sie wurde analog zu ihrem italienischen Vorbild von der Metzgerei Göppel in Aitrang und Hans Metz kreeiert, seines Zeichens ausgezeichneter Wurst- und Schinken-Sommeliér. Seit dem Frühjahr 2018 kann man die Allgäu-Mortadella kaufen - die besteht zu 100% aus Allgäuer Produkten, außer den Pistazien. Besonders an ihr ist vor allem, für Allgäuer Wurstwaren typisch, die Rindfleischeinlage, sie hat dabei nur halb so viel Fett wie ihr Pendant aus Italien.
 

Der Alphonig vom Fellhorn

Diesen einzigartigen Honig von PURALP sammeln die Bienen auf bis zu 1.800 m ü. NHN am Fellhorn. Um einen Alphonig zu ernten vermag es daher großer Anstrengung. Das Fellhorn gilt als der Blumenberg der Allgäuer Alpen mit über 120 Blumen und Pflanzen und ist für seine großen Alpenrosenfelder berühmt. Mit seiner gelblichen Färbung und dem Geschmack nach Bergkräutern gehört dieser Honig zu einer wahren Kostbarkeit der Allgäuer Bergwelt.