Restaurantfachfrau

Panoramahotel Oberjoch: Zwischen Bergen, Buffet und Spa-Bereich

Job 24: Restaurantfachfrau im Panoramahotel, Oberjoch

Für meinen nächsten Job geht es ins Panoramahotel Oberjoch als Restaurantfachfrau. Warum ich innerlich platze vor Vorfreude? Aus vielen Gründen! Erstens liegt das Hotel inmitten Deutschlands höchstgelegenem Bergdorf, in Oberjoch und bietet einen 3000 m2 Spa-Bereich (Ich weiß, was ich in der Pause mache). Zweitens habe ich Tourismus-Management studiert (und wollte mal Hotelfachfrau werden), passt also wie die Butter aufs Brot. Und zu guter Letzt hat mir der Job als Servicekraft in einer Skihütte extrem viel Spaß gemacht. Es kann also nur gut werden.

Exkurs als Restaurantfachfrau

Die Hauptaufgabe der Restaurantfachfrau ist die Betreuung der Gäste und deshalb startet der Tag für mich direkt damit im Frühstücksservice. Das bedeutet Gäste begrüßen, Getränkewünsche abfragen, diverse Kaffees zubereiten und leeres Geschirr abräumen. Was einfach klingt, fällt mir leicht und macht Spaß. Cooler Nebeneffekt: Die 10.000 Schritte habe ich um 12 Uhr schon geschafft und mein Bewegungsdrang kommt vollkommen auf seine Kosten.

Spätschicht in der gehobenen Gastronomie:

Nach einem Mitarbeiter-Mittagessen und fünf Stunden Pause geht es in die Abend-Schicht, die ich mit gemischten Gefühlen erwarte. So sehr ich den Kontakt zu Gästen und die Bewegung genieße, so groß ist die Aufregung, nicht gut genug zu sein. Ich darf immerhin in einem 4 Sterne Superior Hotel arbeiten, die Gäste dürfen hier von den Kellnern also selbstverständlich einen perfekten Service erwarten. Um mich auszuprobieren, darf ich mich um zwei Tische kümmern (und natürlich überall, wo es etwas zu tun gibt, anpacken). Etwas eingeschüchtert beginne ich damit, die Gäste am Tisch zu begrüßen, die Menükarte zu reichen und ihnen das 5-Gänge-Menü vorzustellen. Ab dann läuft alles von allein: es heißt Teller raustragen, Servieren, leere Teller abräumen, den nächsten Gang bestellen, Getränke nachschenken und vor allem natürlich wieder: ganz viel Laufen. Ich finde, das klappt für einen ersten Tag schon ganz gut.

Ein starker Arm ist bei weitem nicht alles:

In der Realität mache ich mich allerdings anscheinend so mittel. Ich dachte ja, ich könnte damit punkten, dass mein rechter Arm besonders stark ist und ich dementsprechend viel auf dem Tablett tragen kann. Oder damit, dass ich wusste, dass man Teller nicht übereinander gestapelt mit beiden Händen festhaltend in die Küche trägt und das Tablett nicht am Tisch des Gastes abstellt. Das Personal hier hat allerdings ein extrem großes Know-How, was den perfekten Service angeht und dazu gehören einige Grundregeln im Service, die ich alle durchweg missachte. Dass man den Gast zum Beispiel immer von seiner rechten Seite aus bedient (und von dieser Seite aus auch das Geschirr abräumt) war mir gänzlich unbekannt, meine Devise war hier mehr „wo passe ich am besten durch und wie komme ich da am besten an den Teller ran“. Upps, ich entschuldige mich innerlich bei allen Gästen, die meine Qualifikation als Servicekraft hinterfragt haben.

Learning by Doing im Azubi TopHotel:


Die Grundlagen im Service lernt man natürlich alle in der Ausbildung zum Restaurantfachmann kennen. Die meisten Kellner hier sind übrigens ehemalige Azubis des Hotels und sind einfach dageblieben. Irgendwie witzig und spricht ja auch für die Ausbildung hier (die ziemlich gut sein soll, das Panoramahotel gehört zu den Azubitophotels). Es gibt mehr Gehalt, Fleißpunkte können gesammelt und in Gehalt umgetauscht werden und außerdem arbeitet man statt in einem Hotel gleich in alle drei Hotels, die zur Gruppe Lerch dazugehören und sieht so viel mehr als in vergleichbaren Ausbildungsbetrieben. Sau cool, finde ich, das hätte ich in meiner Ausbildung auch mal vorschlagen können. Übrigens lerne auch ich einiges hier. Zum Beispiel auch, zwei Teller auf einem Arm zu stapeln. Das habe ich vorher nie geschafft, bekomme es in der Küche gezeigt und freue mich innerlich noch ein bisschen mehr über diesen Job. Wo sonst ist man ständig in Bewegung, hat Kontakt zu (vielen) Menschen und ist umgeben von wunderbarem Essen?

Fazit: Liebe zum Essen mit körperlicher Arbeit verbinden - klingt perfekt

Ich durfte einen vielseitigen Beruf ausprobieren, der viele Herausforderungen birgt: Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit, auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Das glaube ich, kann ich. Außerdem hilft mir meine Liebe zu Essen, mir das Menü des Abends zu merken und die körperlich anstrengende Arbeit liegt mir sehr. Gute Voraussetzungen also für den Beruf der Restaurantfachfrau. Alles andere kann ich lernen. Also, warum eigentlich nicht?
 

JOBCHECKLISTE
Für wen ist dieser Job geeignet:
für jeden, der Abwechslung liebt, Kontakt mit Gästen genießt, körperlich aktiv arbeiten will und Spaß an Service hat.
Was muss man mitbringen:
Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit und eine positive Ausstrahlung
Vor was darf man keine Angst haben:
Davor, Fehler zu machen. Niemand startet perfekt und hier lernt man ganz schnell.
Absolutes Highlight des Jobs:
das Frühstücksbuffet
Tagesaufgaben in Stichworten:
Gäste begrüßen, Menükarte reichen, Menü vorstellen, Bestellungen aufnehmen, Speisen servieren, Getränke nachfüllen, leeres Geschirr abräumen.

ÜBER DAS UNTERNEHMEN
Panoramahotel Oberjoch GmbH
Paßstraße 41
87541 Bad Hindelang

ZU DEN STELLENANGEBOTEN
https://www.panoramahotel-oberjoch.de/hotel/karriere

Bilder
Autor
Annabelle Klage

Annabelle

Jobchallenge Allgäu

Immer auf Achse. Immer in Bewegung. Offen. Fröhlich. Viel redend. Und immer lachend. Das bin ich: Bella. Seit Oktober: Jobhopperin im Allgäu. Ich darf jetzt offiziell einfach alles auf einmal machen. Reden (viel), im Allgäu wohnen (juhuu) und 30 Jobs in 180 Tagen ausprobieren. 

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